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Zugspitze (2962m) Tour 2: Die „Gatterl-Tour“ / Österreich

Die Gatterl-Tour ist eine einfache Tour auf die Zugspitze. Der letzte Teil ist der selbe Weg wie der von Route 1. Keine anspruchsvollen Kletterpassagen kommen auf diesem Weg vor, allerdings müssen 1800 Höhenmeter überwunden werden und einige Geröll- und Schneefelder liegen auf dem Weg. Zwei bewirtschaftete Hütten sorgen für Erfrischung auf der Wanderung.

Diese Wanderroute ist für Wanderer empfehlenswert bei denen die Natur und die wunderbare Aussicht und nicht die sportliche Herausforderung im Vordergrund steht. Wenn du nicht alles zu Fuß gehen möchtest, besteht auch die Möglichkeit vom Zugspitzplatt aus die Gletscherbahn auf den Gipfel zu nutzen. Die Wege sind alle gut ausgeschildert. Höhepunkt der Strecke ist ein ganz besonderer Grenzübergang.

Gemächliche Wanderung ins Gaistal

Von der Talstation der Ehrwalder Almbahn, über einen Wiesenweg, kannst du zu Fuß bis zur Bergstation wandern. Der Weg beginnt etwas oberhalb der Station. Dabei kommst du an der Ganghofer Hütte vorbei. Dann folgst du einfach der Forststraße zum Tirolerhaus / Berggasthof Ehrwalder Alm. Wenn du den Aufstieg nicht gehen möchtest, besteht auch die Möglichkeit die Bahn zu nehmen.

Auch wenn du mit der Bahn kommst folgst du erst einmal einer breiten Forststraße Richtung Gaistal. Im weiteren Verlauf der Wanderung kannst du einfach den Wegweisern „Knorrhütte“ und „Gatterl“ folgen. Es ist ein gemächlicher Aufstieg, der zu einem Sattel führt. Kurz vor der Pestkapelle führt der Pfad nach links zum Haus „Wettersteinwand“ vorbei an der Schipiste. Durch einen Waldstreifen über den „Max-Klotz-Steig“ gelangst du zur Hochfeldernalm in der du dich mit einem kühlen Getränk erfrischen kannst.

Gesicherter Steig zum „Gatterl“

Der angenehme Geruch der Latschenkiefern begleitet dich auf dem Weg durch Weiden zum 1. Joch „Am Brand“ (2.120 m). Der Steig fällt leicht ab zum Feldernjöchl (2.041 m).

Nach einer Abzweigung zum „Steinernen Hüttl“ geht es erst nochmal leicht bergab, dann aber auch wieder steil bergauf. Der Steig zum „Gatterl“ ist gesichert.

Wir lassen das Panoramarestaurant rechts liegen und wandern in eine kleine Senke hinunter. Hier passieren wir eine kleine Holzhütte und wandern linkshaltend an einigen Felsen vorbei. Nun führt uns der Weg steil zu einem Sattel hinauf, an dem sich eine weitere Holzhütte befindet. Nach der Hütte steigen wir über einige Schrofen, die bei Nässe und Vereisung unangenehm werden können, zu einem Plateau empor. Vor uns sehen wir nun den felsigen Gipfelaufbau des Wallbergs. Wir wandern links an den Felsen vorbei und steigen im Anschluss unschwierig zum großen Gipfelkreuz empor.

„Gatterl“ heißt die Scharte im deutsch-österreichischen Grenzkamm. Diesen Namen bekam die Scharte wegen eines quitschenden Weidegatters das direkt auf der Grenze von Deutschland nach Österreich steht. Es hält die dort im Sommer weidenden Schafe davor zurück die Grenze von Bayern nach Tirol zu übertreten. Eigentlich ist mit „Gatterl“ aber kurze Kletterstelle gemeint die sich auf der Tiroler Seite hinter dem Weidegatter befindet. Diese bietet eine Felsrinne die mit einem Drahtseil versichert ist. Sofern du trittsicher und schwindelfrei bist, dürfte es aber für dich kein Problem sein diese Passage zu durchqueren.

Du hast jetzt also Österreich verlassen und betrittst Deutschland. Weiter geht’s dann über Geröll und Schneefelder – vorbei an den Diensthütten der bayerischen Zollwache – zur bewirtschafteten Knorrhütte.

Über das Zugspitzplatt

Ab der Knorrhütte treffen sich Tour 1 und Tour 2 und führen über den selben Weg zum Gipfel. Dieser führt über das Zugspitzplatt. Hier ist die Landschaft ist hier schon viel felsiger als unten am Reintalanger. Der typische helle Fels des Wettersteingebirges ist hier hauptsächlich zu sehen. Die Latschenkiefern werden mit steigender Höhe immer weniger.

Nach einigen Kehren bergauf nach dem Zugspitzplatt biegt der Pfad nach Westen ab. Das Skigebiet der Zugspitze ist schon greifbar nah. Im Frühsommer zeichnen sich noch Firnfelder links und rechts vom Weg ab. Das lädt zu Schneeballschlachten oder „Abfahren“ auf dem Schnee ein. In dieser Gegend wurden Stangenmarkierungen zur Orientierung im Nebel angebracht, die dir helfen auf dem Weg zu bleiben.

Letzte Anstrengung

Der Weg führt am Schneefernerhaus vorbei. Dieses war früher der Bergbahnhof der Bayerischen Zugspitzbahn und gleichzeitig ein Touristenhotel. Heute wird es allerdings nur noch als Umweltforschungsstation genutzt wird. Übriggebliebene Gleisanlagen der Zugspitzbahn werden nur noch für betriebliche Zwecke der Forschungsstation genutzt. Hier kannst du kurz noch einmal eine kleine Rast machen, wenn deine Vorräte im Rucksack noch nicht aufgebraucht sind.

So bist du dann auch gestärkt für den letzten, etwas schwierigeren Teil der Strecke. Auf den schmalen Geröllwegen ist hohe Konzentration nötig. Wenn du den Gipfelfelsen erreicht hast beginnen die Drahtseile, die bis hoch zum Südwestgrad führen. Hier ist auch ein kleiner Klettersteig von ca. 100 Höhenmeter zu meistern, der aber sehr einfach und auch leicht ohne Sicherung begehbar ist. Jetzt hast du den Zugspitzgrad erreicht!

Bei gutem Wetter hast du jetzt eine grandiose Sicht auf Garmisch-Partenkirchen. Ist das nicht eine schöne Belohnung für die bisherige Anstrengung?

Das letzte Stück vom Münchner Haus zum Gipfel ist in wenigen Minuten zu meistern. Dabei muss noch ein wenig geklettert werden, allerdings alles sehr gut gesichert. Und dann heißt es nur noch: die fantastische Aussicht genießen!

Abstieg

Zum Abstieg kann eine der anderen Routen gewählt werden. Alternativ, zum Beispiel für Wanderer mit Knieproblemen, kannst du auch gemütlich mit der Seilbahn zum Eibsee und mit der Zugspitzbahn zurück zum Bahnhof fahren.

auf die Zugspitze wandern

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