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Tipp Malcesine! Eine Stadt am Gardasee mit typisch italienischem Flair

Der Gardasee ist und bleibt eines der beliebtesten Urlaubsziele in Italien. Jedes Jahr zieht es Aktivurlauber, Sonnenanbeter und Genießer an den größten See Italiens, denn viele kleine Orte locken hier mit tollem Flair. Da kann die Auswahl des passenden Urlaubsortes schwer fallen. Ich greife euch etwas unter die Arme und zeige euch heute die schöne Stadt Malcesine.

Bunte Häuser, blühende Blumen und eine Burg, die schon Johann Wolfgang von Goethe inspirierte – das ist die Gemeinde Malcesine am Gardasee. Ihre Schönheit verzaubert nicht nur Dichter und Denker, sondern besonders die Gardasee Urlauber, die die Perle des Lago di Garda, wie Malcesine auch genannt wird, jedes Jahr besuchen. Was ihr bei einem Ausflug nach Malcesine erleben könnt, verrate ich euch jetzt.

Malcesine lässt das Herz jedes Italienfans höher schlagen

Im Norden des Gardasees findet ihr die 3000 Einwohner zählende Stadt Malcesine. Prägend für das Stadtbild ist das Castello Scaligero auf dem kantigen Burgfelsen, um den die Stadt bereits vor Jahrhunderten herumgebaut worden ist. Der Burgfelsen mit der alten Scaligerburg scheint über dem See und der Altstadt zu thronen. Es ist schon ein toller Anblick, wenn ihr durch die engen Gassen der Stadt spaziert und das alte, imposante Castello auf einmal vor euren Augen auftaucht. Ihr solltet nicht lange zögern und die Burg auch von innen besichtigen, denn repräsentative Säle und der hohe Bergfried werden euch in eine andere Zeit entführen. Das Castello Scaligero verzauberte nämlich bereits Johann Wolfgang von Goethe, der hier 1786 während seiner Italienreise Station machte und Malcesine in seinem weltbekannten Werk „Italienische Reise“ würdigte. Eine Büste, die an diesen besonderen Besuch erinnert, findet ihr auf dem Burgareal. Gedenktafeln, die ebenfalls auf den berühmten Dichter verweisen, findet ihr unmittelbar vor der Burg und am Hotel San Marco. Ja, auf eine Erwähnung von Goethe kann man zu Recht stolz sein! Der Eintritt zur Burg kostet euch 6€. Kauft euch am besten ein Kombiticket, damit ihr später noch mit der Seilbahn auf den Monte Baldo fahren könnt. Dazu erzähle ich euch später im Text aber noch mehr.

Nach der Burgbesichtigung solltet ihr euch unbedingt zwei weitere „alte Schätzchen“ von Malcesine ansehen: die Pfarrkirche Santo Stefano und den Palazzo dei Capitani, einen Skaligerpalast aus dem 13. Jahrhundert. Generell solltet ihr euch bei einem Stadtbummel durch Malcesine einfach treiben lassen und in kleinere Gassen der Stadt abbiegen. So entkommt ihr den Touristenscharen und entdeckt wunderbare Orte, wie kleine Strände oder alte, mit Blumen verzierte Häuser, bei deren Anblick man Lust bekommt, sofort nach Italien auszuwandern. Malcesine ist übrigens besonders beliebt bei Aktivurlaubern wie Seglern und Windsurfern, da der Ort für diese Sportarten optimale Bedingungen bietet. Auch Stand-Up Paddler sieht man an den Ufern des Gardasees. Ein absolutes Highlight ist jedoch das Gleitschirmfliegen, das ihr auf unserer nächsten Station auf dem Monte Baldo erleben könnt.

Malcesine und der Monte Baldo

Wenn ihr in Malcesine seid, solltet ihr es nicht verpassen mit der Seilbahn Funiva, dessen Station sich in umtitelbarer Nähe zur Stadt befindet, auf den Monte Baldo zu fahren. Habt ihr euch am Castello Scaligero das empfohlene Kombiticket besorgt, könnt ihr direkt und ohne anzustehen die spektakuläre Seilbahn nutzen, um die 1700 Höhenmeter zu überwinden. Andernfalls könnt ihr euch auch an der Station noch eine Fahrkarte für 22€ kaufen. In diesem Preis ist die Auf- und Abfahrt inkludiert. Natürlich klingen 22€ erstmal happig, aber lasst euch gesagt sein, es lohnt sich!

Schon die Fahrt auf den Monte Baldo ist ein Erlebnis. Die Gondeln mit Panoramafenster drehen sich langsam und ermöglichen euch so einen guten Ausblick auf das immer kleiner werdende Malcesine und den Lago di Garda. Um euch herum ist alles grün von den Blättern des hiesigen Waldes, der die Seilbahn umgibt. Die Seilbahn legt einen Stopp an einer Zwischenstation, San Michel, ein auf der ihr entweder aussteigen oder in die nächste Gondel Richtung Tratto Spino, also dem Gipfel, einsteigen könnt. Ich empfehle euch kurz in San Michel zu verweilen und nach Cassone zu wandern. Hier befindet sich nämlich eine besonders schöne Kirche: die vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammende Einsiedler-Kirche Benigno e Caro. Bereits die Wanderung ist sehr entspannend und auch für ungeübte Wanderer zu meistern. Der herrliche Ausblick auf den Gardasee, den ihr währenddessen habt, ist einfach unbezahlbar.

Einen noch besseren Ausblick habt ihr nur vom Tratto Spino, dem Gipfel des Bergmassivs Monte Baldo. Fahrt mit der Seilbahn auf die nächste Station, atmet die frische, kühle Bergluft ein und genießt die Stille, die euch hier umgibt. Mehrere Wanderwege führen euch direkt von der Seilbahnstation durch die wunderbare Natur. Haltet die Augen offen, denn ab und an kann man hier sogar auf Murmeltiere stoßen. Denkt daran, euch festes Schuhwerk und warme Kleidung einzupacken, denn in 1700 Metern Höhe kann es schon mal kalt werden!