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Ein Solotrip? nach Iceland! 2 Wochen allein im Zelt…

Die Große Runde mit Camp Komfort

Hjartanlega velkomin!

Heike alleine on Tour – 14 Nächte im Zelt unterwegs, unzählige Wasserfälle und Gletscher bestaunt, einen Aschevulkan und einen Berg bestiegen, sehr nette Leute kennengelernt, Island Pferde geritten, Regen – Regen und ja Sonne   einen Buckelwal gesehen, aktive Vulkane, kalte Lava und viel Eis, Anhalter mitgenommen, unzählige Kilometer gefahren und bei 9°C im Bikini über’n Strand gelaufen…

Island ist einfach wunderbar!

Island ist mit rund 103.000 km² – nach dem Vereinigten Königreich – der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises.

Geologie

Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit sowohl auf der Nordamerikanischen als auch auf der Eurasischen Platte, wobei sich die Plattengrenzen von Südwesten nach Nordosten in etwa diagonal über die Insel ziehen. Die Platten entfernen sich jährlich etwa 2 cm voneinander. Ein Mantelplume unter der Insel, der sogenannte Island-Plume, sorgt mittels Vulkanismus für ständigen Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, weshalb die Insel nicht auseinanderbricht. Die aktiven Vulkane in Island sind in etwa 30 Vulkansysteme eingeordnet.
Island vergletscherte in den Eiszeiten fast vollständig. Nach einer Wärmeperiode war die Insel fast gletscherfrei, bevor es vor etwa 1000 Jahren begann, wieder kühler zu werden. Heute bedecken Gletscher wieder 11,1 Prozent der Landesoberfläche. Der Gletscher mit Europas größtem Eisvolumen ist der Vatnajökull. Seine Eiskappe ist bis zu 1000 m dick.

Tag 1: Anreise nach Island

Vom Flughafen München gehts nach Richtung Iceland – Flughafen Keflavik. Nach der Ankunft hole ich mir meinen Mietwagen von Europcar ab. (Speziell für Iceland, empfehle ich eine zusätzliche Versicherung „Schotter-Schutz“ abzuschliessen!) Leider habe ich schlechte Erfahrungen mit dem Mietwagen gemacht, da mir jemand auf einem Parkplatz – mit der Fahrertüre eine Delle bei mir verursacht hatte. Trotz der Vollkaskoversicherung musste ich vor Ort 600,-€ für den Schaden zahlen.

Nach dem Start folgen ich der Strasse Nr.41 nach Reykjavik. Auf der Fahrt bekommt man einen ersten Eindruck von den mächtigen alten Lavaströmen in Reykjavik.

1 Übernachtung im Camp Reykjavik.

Tag 2: Geysir – Gullfoss – Thingvellir

Ich verlasse Reykjavik und folge der Ringstrasse (Strasse Nr.1) nach Nordosten bis Mosfellsbaer. Hinter dem Ortszentrum biegt die Strasse 36 Richtung Thingvellir ab. Kurz vor dem Zwischenziel habe ich eine schöne Aussicht auf den großen Pingvallavatn. Nach etwa 50km und 0:45 Std. Fahrzeit erreiche ich…

Thingvellir

Pingvellir ist ein kleiner Ort und ein Nationalpark etwa 40km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavik am Nordufer des Sees Pingvallavatn. Zur Zeit der Besiedlung trafen sich zentral in Pingvellir Reitpfade aus allen Teilen des landes. Isländisch „Ping“ bedeutet Volksversammlung. Im Pingvellir wurde bereits um 930, also am Ende der Landnahme, einmal jährlich während 2 Wochen im Juni die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alping abgehalten.

Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt.

Pingvellir liegt inmitten einer Grabenbruchzone und umgeben von vier aktiven Vulkansystemen, darunter der Hengill am Südufer des Sees Pingvallavatn.

Der Fluss Öxará durchströmt den Nationalpark und formt an der Schlucht Almannagjá einen sehenswerten Wasserfall, den Öxarárfoss. An diesem Ort wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Almannagjá (Allmänner-Schlucht). Die tektonischen Verschiebungen zeigen sich auch in den häufigen Erdbeben. In den letzten 10.000 Jahren ist das Land beidseits der Schlucht Almannagjá um 70 Meter auseinandergedriftet und der Talboden hat sich um ca. 40 Meter gesenkt.

Der Ort gehört mit dem Wasserfall Gullfoss und den Geysiren des Haukadalur zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands, dem sogenannten Golden Circle.

Zum Nationalpark erklärt wurde Pingvellir im Jahr 1930 zum 1000-jährigen Jubiläum des Alping.

2004 wurde der Nationalpark durch die UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

In Thingvellir sollte man unbedingt einen Rundgang machen. Es gibt viele Varianten, die sich leicht durch einen Blick auf die Karte erschließen. Hier ist das Zentrum der Isländischen Geschichte und Nation, aber auch vor Ort, an dem die Nahtstelle zwischen europäischen und amerikanischem Kontinent verläuft.

Im Rother Wanderführer Island ist auch eine 2 stündige Route beschrieben (5. Auflage, Tour 52).

Eine Tankstelle und eine Cafeteria befinden sich ein Stück weiter nördlich an der Landstrasse 36, an der Abzweigung und Nordzufahrt zum Thingvellir. Hier gibt es auch ein kleines Informationszentrum.

Der Straße um das Nordende des Sees herum folgend erreicht man den Abzweig der Straße 365 nach Laugarvatn, die 16km später den Ort Ort erreicht. Hier links auf der Straße 37 abbiegen, 23km weiter links auf die 35. Wenige Minuten später erreicht man das Gebiet am…

Geysir

…die vielen vulkanischen Erscheinungen und besonders der Geysir Strokkur, der ca. alle 15 Minuten hochgeht, sind mindestens 1 Stunde wert.

Die Springquellen auf Island werden wniger, es gibt nur noch 10. Die Größe variiert von wenigen cm bis mehrere Dekameter. Der Auswurf besteht aus Wasser und Dampf. Der Große Geysir ist älter als 8000 Jahre.

Theorie des explosionsartigen Siedens: unten im Quellrohr wird Wasser auf 103° erhitzt, kocht aber wegen dem Auflastdruck der Wassersäule noch nicht. Das überhitzte Wasser steigt nach oben, Druck wird geringer, Flüssigkeit verdampft explosionsartig und schleudert die darüber liegende Wassersäule empor. Das Wasser fällt zurück in das Becken, läuft an das Quellrohr und der Prozess beginnt von neuem. Auf Schildern am Eingang ist die Funktion gut dargestellt.

Nach einem Rundgang durch das Hochtemperaturgebiet kann in einem neuen Vulkanzentrum neben der Tankstelle und dem Imbissrestaurant Geysir- und Vulkanausbrüche per Film erleben sogar ein selbst ausgelöstes Erdbeben erfahren.

Weiter auf der Straße 35 zum 15km entfernten…

Gullfoss

Es gibt 2 Parkplätze. Für eine schnelle Besichtigung am unteren aussteigen. Lohnender ist der zweite obere Parkplatz. Man geht etwas länger zum Fall, hat aber eine schöne Aussicht von einer Plattform oberhalb ds Gullfoss. Für eine Besichtigung etwa 1 Stunde einplanen.

Für den Weg zur Ringstraße gibt es zwei Möglichkeiten. Die schnelle ist die Straße 30, die ein Stück zurück Richtung Geysir links nach Selfoss abbiegt (57km bis Ringstraße).

Die andere Möglichkeit (70km) führt auf der 35 zurück über Geysir und Reykholt, dann nach links auf der 31 nach Skáholt (40km ab Gullfoss). Skáholt war eines der religiösen Zentren für Katholiken und später eine lutheranische Kirche. Heute befindest sich dort eine hölzerne Kathedrale, im typischen isländischen Stil gebaut. Seit 1056 hat sich an dieser Stelle immer eine Kirche befunden. Nach dem starken Erdbeben im Jahr 1796 zog das Bistum nach Reykjavík.

Weitere 30km über die Straße 31 auf die 30 und weiter (Schild: Selfoss) zur Ringstraße 1.

Der Ringstraße folgt man links Richtung Hella und weiter nach Hvolsvöllur.

In Hvolvöllur von der 1 Richtung Osten auf die 261 abbiegen (Beschildert mit Fljótshlio). Gut 10 Minuten später geht rechts eine deutlich beschilderte Stichstraße nah Hellisholar zum Camp.

Ich übernachte auf dem Campingplatz Hellisholar.

Falls noch Zeit ist, kann man vor dem Abbiegen in Hvolsvöllur noch einen Ausflug zum…

Seljalandfoss

…machen. Dazu folgt man weiter der Ringstraße 1 bis über den Markarfljot (Fluss), etwas mehr als 20km. Dann biegt die F249 links in die Thorsmörk (Straße F249). Nach dem Abbiegen von der 1 auf F249 sieht man gleich rechts den Parkplatz. Mit regendichter Kleidung kann man hinter dem Wasserfall hergehen. Etwas weiter nördlich gibt es einen weiteren kleinen Wasserfall. Den kann man vom Seljalandsfoss aus über Wiesenwege erreichen (0:20min), und über die Straße wieder zurück zum Parkplatz gehen.

Zurück über die 1 nach Hvolsvöllur, dort rechts abbiegen zum Camp.

1 Übernachtung im Campingplatz Hellisholar

Tag3: Westmännerinseln

Überblick: Die neue kurze Fährverbindung vom nahe gelegenden Bakki nach Heimaey macht es möglich, die Westmännerinseln als Tagesausflug zu besuchen. Alternativ lockt die nahe Thorsmörk mit vielen unterschiedlichen Wanderungen in spektakulären Landschaften.

Westmännerinseln:

Die Insel liegt genau auf dem Mittelatlantischen Rücken, eine sehr aktive Vulkanzone und wurde weltberühmt durch den Vulkanausbruch im Januar 1973: Eine Feuerspalte tat sich nur wenige 100m vorm Stadtzentrum auf. Je nach Jahreszeit gibt es hier hunderttausende Papageientaucher zu beobachten. Die ca. 4.000 Einwohner leben in der Hauptsache vom Fischfang.

Auf Heimmaey ist es einfach, sich zurechtzufinden. Es helfen die schon bekannten kleinen Faltblätter mit Wanderkarten.

Geht man von Hafen durch den Ort nach Südosten in Richtung der Vulkane. Zwischen den Vulkanen Helgafell und Eldfell geht vom Fellavegur eine Einfahrt mit einem Hinweis für Fußgänger nach Nordosten ab. Vor dem Eldfell durch das Gatter nach links dem Weg folgen, kurz darauf trifft man den Weg zum Gipfel.

Vom Gipfel hat man eine schönen Blick über die Insel auf die Stadt, den Hafen und den Lavafluss von 1973. In der Hafeneinfahrt sieht man das Freibecken, von dem aus der Orka Keiko (aus dem Film Free Willy) wieder ausgewildert wurde.

Je nach Zeit und Lust könnte man nach der Vulkanbesichtigung an der Westseite der Stadt auf einem markierten steilen Wanderweg auf die Klippen Litlaklif steigen. Der Weg ist zwar etwas beschwerlich, aber lohnenswert. Mit etwas Glück sieht man sogar einige Papageientaucher an Ihrem Nestern (ca. 1-1,5 Stunden).

1 Übernachtung im Campingplatz Hellisholar

Impressionen Westmännerinseln

Tag 4: Wasserfälle und Kultur

Überblick:

Auf der Ringstraße geht die Fahrt Richtung Osten, vorbei an den beeindruckenden Wasserfällen Seljalandsfoss und Skogarfoss. Beide haben eine Fallhöhe von ca. 60m. Unmittelbar am Skogarfoss sollte man das Heimatmuseum besuchen, das einzigartige ist und einen sehr guten Einblick in das frühere und heutige Leben der Isländer bietet. Am südlichsten Punkt der Insel, am Cap Dyrholaey, gibt es je nach Jahreszeit unzählige Papageientaucher zu sehen, den Nationalvogel der Isländer.

Hellisholar – Skaftafell ca. 240km

Von Hellisholar über Hvolsvöllur zurück auf die Ringstraße und links abbiegend eiter Richtung Vik. Doch vor Erreichen der Südspitze Islands gibt es noch einiges zu sehen:

Der Seljalandsfoss liegt am Eingang der Thorsmörk – 30km weiter erreichen Sie…

Skogar (ab Hellisholar ca. 60km)

1.) Skogafoss: Hier zunächst zum Wasserfall, wo man prima auf der davor liegenden Wiese picknicken kann. Der Skogafoss ist einer der schönsten Wasserfälle Islands.

Der Aufstieg über eine Treppe am rechten Wasserfallrand ist sehr lohnend. Es folgen dort noch viele weitere Fälle. Man könnte hier endlos über den berühmtesten Treck Islands weitergehen bis nach Landmannalaugar. Wer aber keine 5 Tage Zeit hat, geht einfach so weit hoch wie er mag und kehrt dann um.

2.) Museum: In Skogar, wenige Minuten vom Fall entfernt, liegt das wohl schönste Heimatmuseum Islands. Thordur Tomasson hat alles persönlich zusammengetragen.

Wieder auf der Ringstraße folgt bald die nächste Attraktion: Von der Ringstrasse zweigt eine Piste (221) zum…

Solheimarjökull

…(an der 1 ausgeschildert) ab, einer Gletscherzunge des Myrdalsjökull. Die Piste kann man bis zum Ende durchfahren und von dort ist es nicht mehr weit zum Gletscher zu laufen.

Hier kann man auch eine 1-2 stündige Wanderung rechts neben dem Gletscher machen. Keine Beschreibung nötig, immer der Moräne bergauf steigen.

Danach ungefähr 20km weiter auf der Ringstraße Richtung Osten.

Dyrholaey

Es geht von der Ringstrasse die Straße Nr.218 nach Süden ab, dann immer geradeaus bis zum Parkplatz fahren.

Dyrholaey, der Türlochfelsen, war früher der südlichste Punkt Islands. Ein Gletscherlauf der Katla hat den Myrdalssandur 1918 um mehrere 100m nach Süden ausgedehnt und mittlerweile Dyrholaey als südlichsten Punkt abgelöst

An den umliegenden Vogelfelsen gibt es im Sommer viele Papageientaucher und andere Seevögel.

Auf einer Klippe steht ein Leuchtturm, von hier genießt man einen wunderschönen Ausblick auf die Felsküste.

Falls der Reisetermin in die Brutzeit fällt (Mai, Anfang Juni) ist Dyrholaey nicht zugänglich. Dann lohnt es sich, östlich davon auf die 215 zum Meer abzubiegen, wo es am Ende des Weges links schöne ausgewaschene Basaltkliffs gibt. Auch der felsige Torbogen ist von dort zu sehen.

Puffin!  

Vik (35km ab Skogar)…

…ist die südlichste Stadt auf dem isländischen Festland. An der Ringstraße gibt es eine Tankstelle mit Restaurant, daneben ein Wollgeschäft mit Pullis und Souvenirs. Auf den Wiesen zwischen Meer und Ort nisten Tausende Küstenseeschwalben.

Weiter auf der Ringstraße 1.

Kirkjubxjarklaustur (70km ab Vik)

Ein Dorado für Wanderer ist der Skaftafell-Nationalpark am Rand des Gletschers. Morgen ht man die Wahl: Spaziergang (1:15 h) über die Wanderung ins Morsárdalur (4:30 h) bis zur Gipfelbesteigung des Kristinartindar (6:30 h).

1 Übernachtung im Camp Skaftafell

Tag 5: Skaftafell – Nationalpark

Überblick:

Das Auto hat heute frei! Direkt vom Campingplatz bieten sich tolle Wanderungen an, u.a. auch eine kleine ca. 1-stündige Tour zum nicht besonders mächtigen, aber einem der schönsten Wasserfälle Islands: dem Svartifoss mit seinem tollen fotogenen Basaltsäulen.

Sie können eine Gletscherführung (ca. 3 Std.) mit Steigeisen und Pickel mitmachen. Information und Anmeldung am Campingplatz Skaftafell oder per Telefon unter 00354 854 29 59 bei Icelandic Mountain Guides.

Kristínartindar

ich habe mich für die Wanderung auf den Kristínartindar entschieden – 6:30 h reine Gehzeit – 1150 hm.
Diese Wanderung verläuft am Anfang und an Ende wie die nach Gláma und erweitert sie um den Gipfelaufstieg auf den Kristínartindar. Ab Gláma in Richtung Norden auf einen Berg mit zwei vorspringenden Nasen zu biegt vom Hauptweg ein Pfad nach rechts ab. Dieser ist gut erkennbar, steigt durch steiniges Gelände an und erreicht nach 0:45 h den ersten Gipfel (979 m). Durch eine Senke geht es weiter nach Norden, an einer Gabelung nimmt man den linken Pfad über den Kamm, behält die Nordrichtung bei bis ma den Hauptgipfel des Kristínartindar (1126 m) erreicht. Der Rundblick über die Berge, Gletscher und Sander ist fantastisch! Nach dem Gipfelglück gehts zurück in die Senke, dort nach rechts und durch das Kar hinunter zum Hauptweg, dem man nach rechts zum Nydrihnaukur folgt. Zurück zum Campingplatz wie in der Wanderung nach Gláma beschrieben. Beschreibung im Rother Wanderführer Island, 5. Auflage, Tour 14.

Kirkjubxjarklaustur á Sidu hieß früher Kirkjubxr und war lange Zeit ein reicher Hof. Dort hat sich die einzige Ortschaft der Gemeinde, ein Handelsort mit 150 Einwohnern herausgebildet. Es heißt, dass vor der Landnahme durch nordische Wikinger bereits Einsiedler in Kirkjubxjarklaustur lebten und die Legende geht, dass dort immer nur Christen lebten. Ungetaufte durften hier nicht sein. Zunächst ließ sich der Landnehmer Ketill der Törichte in Kirkjubxr nieder und danach beabsichtigte der ungetaufte Hildir Eysteinson aus Medalland, sein Anwesen nach Kirkjubxr zu verlegen. Als er die Grenze der Hausweide erreichte, sank er tot nieder. Er ist in Hildishaugur, einem Feldenhügel unmittelbar östlich des Ortes, beigesetzt. Im Jahr 1186 gründete der Benediktinerorden ein Nonnenkloster in Kirkjubxr. Das Kloster wirkte nahezu ununterbrochen bis zur Reformation 1550. Zahlreiche Flurnamen der Gegend weisen auf legenden über das Klosterleben und die Kirchengeschichte hin.

Direkt im Ort auf die 203 in Richtung Campingplatz abbiegen, gleich darauf liegt links ein kleiner Parkplatz. Durch das Tor im Zaun geht der Weg zu dem namensgebenden (Kirkjubxjarklaustur = Kirchenpflaster) Basaltgestein. Die eindrucksvolle Pflasterung ist natürlich entstanden und besteht aus erkalteter Basaltlava. Die regelmäßig eckigen Säulen sind von der Erosion gekappt und poliert.

Systrastapi heißt eine Felsformation westlich von Klaustur. Nach dem Volksmund befinden sich oben auf Systrastapi die Gräber zweier Nonnen, die wegen Verstoßes gegen die Sittlichkeit auf dem Scheiterhaufen endeten. Die eine soll sich dem Satan verschrieben, Hostien in die Ställe gebracht und ihr Lager mit Männern geteilt haben. Der anderen wurde vorgeworfen, den Papst gelästert zu haben. Nach der Kirchenreform wurde die zweite Nonne rehabilitiert. Auf ihrem Grab gediehen die schönsten Pflanzen, während das Grab der Ersten kahl blieb.

Systravatn. Oberhalb des Abhanges bei Klaustur liegt der See Systravatn. Dorthin gingen die Nonnen zum baden. Einmal, als sich zwei Schwestern dort tummelten, sahen sie eine Hand aus dem Wasser aufsteigen, mit einem schönem Goldring geschmückt. Sie ergriffen die Hand und verschwanden mit ihr in der Tiefe des Sees. Der Wasserfall, den Fluß Fossá oberhalb von Kirkjubxjarklaustur bildet, heißt Systrafoss (Nonnen-Wasserfall).

Einen schönen Rundgang beschreibt der Rother Wanderführer Island, 5. Auflage, Tour 11 (1:15 h)

Weiter auf der Ringstraße 1.

Skeidararsandur:

Auf der Fahrt nach Skaftafell durchquert man moosbewachsene Lavafelder vom Ausbruch der Laki-Spalte 1783. Kurz vor dem Skaftafell Nationalpark kann noch die Überreste der Brücke sehen, die bei dem Vulkanausbruch 1996 von den Wasser- und Eismassen weggerissen wurde. Hier ist ein Parkplatz mit Beschilderung und Infos.

Skaftafell (75km ab Kirkjubxjarklaustur)

Tag 6: Gletscher ohne Ende

Überblick:

Weiter führt Sie der Weg auf der Ringstraße nach Osten, und sozusagen „gleich um die Ecke“ kommt schon das nächste Highlight, die Gletscherlagune Jöulsarlón. Stundenlang kann man hier dem Treiben der kleinen und größeren Eisberge zuschauen. Hier bieten sich schöne Strandwanderungen an, oder man unternimmt eine Bootsfahrt zwischen den Eisbergen. Mit etwas Glück sieht man Seehunde, die sich in der Sonne aalen. Unterwegs auf der Ringstraße geht der Blick immer wieder nach links, es tun sich atemberaubende Ausblicke auf Gletscher und der Zunge auf.

Fahrt: Von Skaftafell über die Ringstraße 1 Richtung Jökulsarlón durchfährt man den Breidarmerkursander. Mit 2.000 – 3.000 Paaren befindet sich hier die größte Kolonie der Skua (Raubmöwe) auf der nördlichen Halbkugel.

Nach etwa 50km (ab Skaftafell) und 5 – 6km vor der Lagune…

Jökulsarlón

…reichen die Endmoränenwelle wieder fast bis zur Straße. Hier lohnt es sich auszusteigen und von den Moränenhügeln einen ersten Blick von Westen über die von Eisbergen übersäte Lagune Jökulsarlón zu genießen. Das Eis stammt von dem Gletscher Breidamerkurjökull, einem Ausläufer des Vatnajökulls.

Auf dem See wird eine Bootstour mit Amphibienfahrzeug angeboten, die zwischen den Eisbergen umherfahren. Diese dauert ca. 45 Minuten.

Wandern am Jökulsarlón

Empfehlenswert ist hier auch eine Wanderung am Ufer des berühmten Eisbergsees. Von der Brücke aus kann man in beide Richtungen auf Pfaden am Ufer entlanglaufen. Je nach dem, wie lange man möchte, kann das bis zu 3 Stunden dauern.

Wer länger wandern will kann am Jökulsarlón parken und mit dem Linienbus etwa 10km zurück zur Fjallsá-Brücke fahren. Von dort führt eine Wanderung 5 – 6 Stunden ohne große Steigungen durch das Gelände südöstlich der Gletscherseen (Fjallsárlon, Breidárlón und Jökulsárlon). Kurz hinter der Brücke über die Fjallsá führt der Weg flussaufwärts zum ersten Gletschersee, dem Fjallsárlón. Die zuklüftete Gletscherzunge des Fjallsjökull reicht bis an den See, auf dessen Wasser Eisberge treiben. Weiter zum zweiten Gletschersee, dem Breidárlón. Wegen des Gerölls ist der Weg an den beiden Seen nicht leicht zu gehen. An den Ufern nisten im Juni die großen Skuas, von denen sich Wanderer etwas in Acht nehmen sollten. Einen Stock über den Kopf halten, hilft. Der Weg ist nie sehr weit von der Ringstraße entfernt und die Wanderung kann daher an jeder Stelle abgebrochen werden. Beschreibung im DuMont aktiv – Wandern auf Island, Tour 18.

Fahrt: Auf der Ringstraße fahren wir weiter Richtung Höfn.

Lonsöraefi

…heißt das weitläufige, unbewohnte Gebiet östlich des Vatnajökull, eine von Tälern und Schluichten geprägte Landschaft. Es ist ein farbenfrohes Gebiet, viel Rhyolith, aber auch Drusen und seltsame Steine. Üppige Vegetation an günstigen Stellen, Rentiere können mit etwas Glück gesichtet werden.

Höfn

…liegt 135km hinter Skaftafell und nicht direkt auf der Ringstraße, man muss also einen kleinen Abstecher machen. Der Ort verfügt über eine Tankstelle und einen guten Supermarkt (liegt an der Zufahrtsstrasse in dem Ort). Das Schwimmbad in Höfn ist klein aber fein, mit Hot-Pots (werktags 7:00 – 20:30 h). In Höfn gibt es auch eine Gletscherschau mit Informationen über die Gletscher, Szenen aus dem James Bond Filmen, die am Jökulsarlón gedreht wurden.

Weiterfahrt

von Höfn nach Djúpivogur auf der Ringstraße (gut 100km). Der Ort liegt schon im östlichen Fjordland.

Hótel Framtíó, Vogalandi 4, Markarland, 765 Djúpivogur. Heute gönne ich mir eine Nacht im Bungalow, ein richtiges Bett und eine warme Dusche 🙂 bei der Gelegenheit, kann ich meine Wandersachen waschen! Das Hotel liegt an der Hafenbucht. Ich biege dazu von der Ringstraße in den Ort ab und halte mich unten an der Querstraße rechts.

1 Übernachtung im Hotel Framtíó in Djúpivogur

Adresse: Vogalandi 4, Markarland, 765 Djúpivogur, Island
Telefon: +354 478 8887
Our Cottages – With Sea and Mountain views

Tag 7: Auf zum Mývatn

Überblick:

Am Hengifoss vorbei, dem „hängenden Wasserfall“, am Ufer des Lögurinn-Sees gelegen, fahre ich durch eine fast unwirkliche Landschaft in den Westen und erreiche den Mývatn. Dieser Tag lässt sich am besten bei einem herrlichen warem Bad in der „kleinen“ Blauen Lagune beenden.

Djúpivogur – Mývatn ohne Abstecher: 250km

Fahrt:

Weiter auf der Ringstraße 1 fahre ich nach Egilsstadir (85km). Mühsamer, aber schöner ist die Fahrt ab Breiddalsvik auf der Küstenstraße, die bei Egilsstadir wider die 1 trifft.

In Egilsstadir

…gibt es zwei große Supermärkte. Die Öffnungszeiten sind verhältnismäßig kurz – nur bis 18 oder 19Uhr. Weitere Möglichkeiten zum Einkauf in der Tankstelle gegenüber. Es gibt einen Geldautomaten und Tauschmöglichkeiten in der Bank. Egilsstadir verfügt über ein sehenswertes Heimatmuseum, in dem auch die Objekte, die an der Ausgrabungsstätte im Seydisfjord gefunden wurden, ausgestellt sind.

Wanderungen:

Hengifoss: 1.45 h +/- 260 hm, leicht.

Der Hengifoss ist mit fast 120m Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle Islands und einer der schönsten noch dazu! Von Egilsstadir 30km auf der Straße 931 entlang des Westufers desLagarfjót (Lögurinn-See) erreicht man den Parkplatz des Hengifoss. Vom Parkplatz aus geht man durch ein Tor und dann immer bergauf. Der Weg ist klar, nicht zu verfehlen und außerdem eine Sackgasse. Es kann sich also jeder aussuchen wie weit er nach oben klettern möchte. Es bieten sich immer wieder gute Möglichkeiten sich irgendwo zu setzen und die schöne Aussicht zu genießen. Bis ganz oben dauert es etwa eine Stunde. Beschreibung im Rother Wanderführer Island, 5.Auflage, Tour 18.

Hallormsstadur:

Im Wald von Hallormsstadurm Islands größtem Waldgebiet, kann man ein paar kürzere Wanderungen unternehmen. Beschreibungen sind im Rother-Wanderführer Island, 5.Auflage, Tour 16.

Eine Wanderung beginnt hinter der Haushaltsschule (Husstjornaskoli) – hier kann man auch parken. Ein großes Schild zeigt alle Wandermöglichkeiten mit Laufzeiten an. Der blau gepflockte Weg ist ein netter Rundweg mit einer guten Aussicht über den See nach etwa der Hälfte der Strecke. Er dauert ca. 2:00h, besitzt mäßige Steigungen und ist bei Regen etwas matschig und nass wegen hohem Gras. Eine weitere, etwas längere Wanderung von 3:00h ist im DuMont aktiv – Wandern auf Island beschrieben (Tour 20).

Ich entscheide mich für einen Reitausflug am Myvatn.

Seydisfjördur (Abstecher von Egilsstadir)

…liegt gut 20km von Egilsstadir entfernt am Fjord. Geführte und individuelle Kajakfahrten (2-3h) und Radtouren werden hier angeboten.

Spaziergang bei Seydisfjördur: Man fährt auf der linken Seite des Fjordes entlang bis es nicht mehr weitergeht, dann zu Fuß bis zum Leuchtturm

Wanderung bei Seydisfjördur: 5:00h

Von der Jugendherberge geht es die Straße weiter links in den Fjord, dem ersten Jeeptrail nach links oben folgen und dann immer links halten bis zum ersten Wasserfall, dem Selafoss. Danach immer am Wasserlauf entlang den anderen Wasserfällen entgegen. Es gibt einen mit Pflöcken markierten Weg, doch der beste und trockenste Pfad geht immer nahe am Bachufer entlang. Die nächsten Wasserfälle haben noch Schilder, Haifoss und Lilyfoss. Wenn man oberhalb dieser steht, sieht man auch schon die nächsten. So geht das eine ganze Weile weiter bis man nach ca. 3 Stunden am Vestdalvatn angekommen ist. Der See leigt auf 568 Höhenmeter und ist der Endpunkt der Tour. Von dort geht es wieder den selben Weg zurück, von daher ist es wichtig, sich auf dem Hinweg die Strecke einzuprägen!

Weiterfahrt zum Mývatn:

Mývatn Naturbad

Bei dem Naturbad handelt es sich quasi um die kleine Schwester der Blauen Lagune. Die Ausstattung ist einfacher, was der Gemütlichkeit keinen Abbruch tut.
Ein Stopp tut gut, um sich ein wenig aufzuwärmen und es sich einfach nur gutgehen zu lassen.

Mývatn Naturbad

Noch 165km sind es auf der Ringstraße 1 bis zum Mývatn mit dem Ort Reykjahlid.

Mývatn Infrastruktur

Tourist-Info, Tankstelle, Supermarkt, Souvenierladen und Campingplatz…

1 Übernachtung im Camp Hlid in Reykjahlid am Mývatn. Es liegt nördlich der Kirche zwischen Ort und Flufplatz. Dazu fahre ich die Straße 87 etwa 1km nach Nordwesten Richtung Husavik und biege dann rechts zum Camp ab.

Tag 8: Mývatn – Mückensee

Überblick:

Der See ist ein einmaliges Erlebnis – nicht nur für Ornithologen. Hier ist das wichtigste Brutgebiet Islands für Enten. Aber auch geologisch ist das Hochtemperaturgebiet sehr interessant. Sie besuchen die Lavaformationen von Dimmuborgir, shen die tollen Scheinvulkane im See und besichtigen die Solfataren von Námaskard.

Es gibt hier auch viele attraktive Wanderungen, beispielsweise auf dem Ringwallkrater Hverfjall. Auch für viele weitere Freiteit-Angebote ist die Gegend bekannt.

Aktivitäten

Rundflüge: Mehrere Routen möglich. Myflug 4644100, 46444000, www.myflug.is, Info direkt am Flugplatz neben dem Campingplatz Hlid.

Blaue Lagune: Warmwasserbecken, Sauna und Dampfbad in schöner Lage 4km östlich des Ortes (10:00 – 24:00h). Ich entscheide mich am Abend in die Blaue Lagune zu gehen – aus dem Warmwasserbecken schaue ich mir den spektakulären Sonnenuntergang über Mývatn an!

Radfahren: Radvermietung im Hotel Reynihlid und am Campingplatz Hlid. Schön ist eine Tour rund um den See.

Reiten: Auskunft in der Touristikinformation und am Campingplatz Hlid – Ich habe eine kleine Tour mit dem Island Pferd gemacht. Sattel auflegen und los geht´s – inklusive der Tölt Gangart.

Ruderboot: am Campingplatz Bjarg zu mieten

Besichtigungen/Spaziergänge

Seerundfahrt: Bei einer Rundfahrt um den See, ca. 70km, kann man viele schöne Plätze besichtigen und kleine Wanderungen machen.

Dimmuborgit (östlich des Sees): Man kann dort ca. 1Stunde durch die skurrilen Lavaformationen wandern, die Runde zur Kirkja ist sehr schön (mit roten Pflöcken markiert). Am schönsten ist die Tour zum Sonnenuntergang. Es gibt von hier auch einen Fußweg zum Hverfjall.

Hverfjall: Der Hverfjall ist einer der wenigen reinen Aschenvulkane der Welt (über 2000 Jahre alt). Man fährt auf einen Weg bis zum Rand. Von dort läuft man den Pfad ca.1,5h nach oben, immer auf dem Weg bleiben. Den Kraterrand entgegen dem Uhrzeigersinn umrunden und den selben Weg wieder runter. Dauer der Wanderung ca.1,5h. Es gibt von hier auch einen Fußweg nach Dimmuborgir. Ich habe Dimmuborgir und den Hverfjall miteinander verbunden. Die Strecke lohnt sich zu laufen – der Aufstieg wird mit einer tollen Sicht auf den Mývatn belohnt. Die Umrundung auf dem Aschevulkan ist einzigartig!

Krafla

Grjotagjá: Höhle mit warmen See in einem erkalteten Lavastrom, in der man manchmal (wenn das Wasser nicht zu heiß ist) baden kann.

Krafla (818m hoher Zentralvulkan) mit Viti und Leirhnjúkur: Die Leirhnjúkur-Kraterreihe ist 1724-29 entstanden. Gleichzeitig geschah die Eruption des Stora Viti (Große Hölle) und es entstanden Leirhnjúkurshraun und Eldhraun (Lavaströme). Man bezeichnet 8 Eruptionen der Krafla seit 1975, die letzte 1984.

Empfehlung für eine Besichtigung:

Zuerst zur Viti/ Höllenkrater und einmal auf dem Kraterrand eine Runde drehen. Danach ein paar hundert Meter zurück zum Leirhnjúkur-Parkplatz und von dort den breiten Weg nach Leirhnjúkur gehen. Nach ca. 10min geht links ein ausgeschilderter Weg (Richtung Reykjahlid) ab, dem folgen, dann rechts haltend den Pfad auf einen Hügel hinauf und eine Runde auf einem mit Sand und Pflöcken markierten Weg durch die relativ junge Lava. An Solfataren und Schlammlöchern vorbei kommt ma wieder auf den breiten Hauptweg, der zurück zum Parkplatz führt (ca. 1,5 – 2,0h).
Das geothermische Kraftwerk Krafla (an der Zufahrtstraße) wurde in den 1970er Jahren erbaut, produziert nach einem Erdbeben nur 20% seiner Kapazität. Man kann das Geothermie-Kraftwerk an der Krafla besichtigen, es gibt ein Infocenter.

Namaskard mit Namafjall und Hverarönd

Námaskard mit Námafjall und Hverarönd: ein beeindruckendes Geothermalgebiet. Von hier ist schöner Ausblick nach Westen auf den Mývatn, nach Osten auf die Schlammtöpfe und Solfataren von Hverarönd und nach Süden ins Hochland: Die farben sind im tief stehenden Sonnenlicht am besten. Man sollte auf den Namafjall hinaufsteigen – von oben ist eine tolle Sicht auf die weite Landschaft.

Skútustadir am Südende des Mývatn: Schon auf der Anfahrt fallen die vielen Pseudokrater auf. Von der Tankstelle / Cafe aus startet ein Rundgang zu den schönsten Exemplaren. In diesem Gebiet gibt es auch sehr viele Vögel.

Wanderungen

In der Tourist-Info gibt es eine kleine günstige Karte, auf der alle Wanderwege eingezeichnet sind. Dimmuborgir – Hverfjall – Kirkja – Dimmuborgir: 2 – 2,5h, 150hm. Start Parkplatz

Grjótagjá – Hverfjall – Lúdentsbogir – Dimmubogir: 22km, 5 – 6,5h. Leichte markierte Wanderung Reykjahlid – Storagja – Grjótagjá – Kieselgurwerk – Reykjahlid: 2h. Leichte Wanderung

1 Übernachtung im Camp Mývatn

Tag 9: Dettifoss – Asbyrgi – Tjörnes – Húsavik – Akureyri

Überblick:

Heute komme ich am mächtigsten und wasserreischten Wasserfall Dettifoss vorbei. Ich erlebe ein einmaliges Schauspiel, wie die Wassermassen des Gletscherflusses Jökulsá vom Vatnajökull kommend in die Tiefe stürzen. In der malerischen Schlucht von Asbyrgi unternehmen ich eine schöne Wanderung und bestaune den Echofelsen. Weiter über die Halbinsel Tjörnes erreiche ich das kleine malerische Fischerörtchen Húsavik mit einem sehr schönen Walmuseum. Sehenswert ist auch die kleine Kirche. Hier gibt eslaut Statistik die beste Möglichkeit, bei einer Walboeobachtungstour Wale zu sehen. In ca. 1 Stundeerreichen ich die Hauptstadt des Nordens, Akureyri.

Ich fahre vom Mývatn auf die Straße Nr. 1 Richtung Osten. Nach knapp 40km biegt hinter der großen Brücke über die Jökulsa links (Richtung Norden) die 864 Richtung Dettifoss ab. Nach weiteren 35km links in die Stichstraße zum…

Dettifoss

…dort befindet sich ein Parkplatz. Von hier kann man den höchsten Wasserfall bestaunen und per Kurzwanderung noch zwei weitere eindrucksvolle Fälle erreichen: Wanderung zum Selfoss (0,5 – 1,0h hin) auf Pfadspuren immer am Ufer entlang in südliche Richtung und wieder zurück.

Wanderung zum Hafragilsfoss (ca. 1h hin) in nördliche Richtung.

Weiterfahrt

Weiter nach Norden über die 864 und dann links auf der 85 über die Jökulsá erreicht man…

Ásbyrg

Der Canyon-Nationalpark Ásbyrgi ist eines von Islands schönsten Naturwundern. An der Hauptstraße gibt es große eine große Tankstelle mit Einkaufsmöglichkeiten. Hier kann man, am Campingplatz vorbei einen kleine Wanderung zum See am Südzipfel in der Schlucht unternehmen.
Es gibt in dieser Gegend viele weitere, sehr schöne Wanderrouten, die man sich mit einer Karte, die man am Campingplatz erhält, selbst zusammenstellen kann.

Weiterfahrt

Nach dem Besuch der Schlucht, zurück auf die Küstenstraße 85, nach links (Westen).

Abstecher zu den Echofelsen:

Wenige Kilometer weiter, wieder links auf die Piste F862. Diese führt mich ins Vesturdalur nach Hljódaklettar (=Echofelsen). Eine Stichstraße bringt mich zum Parkplatz Hljódaklettar, von dem aus es mehrere Wandermöglichkeiten gibt.

Weiterfahrt

Von Húsavik sind es nach Süden über die Straße 85 bis zur Ringstraße 47km. Von dort noch einmal 46km bis in die Hauptstadt des Nordens.

Akureyri

1 Übernachtung im Camp Hamrar bei Akureyri. Das Camp liegt südlich der Stadt und westlich der Landepiste. Wenn ich auf der Straße 1 von Osten komme, überquere ich den Fjord auf einem Damm. Biege dann auf die 821 nach Süden ab, um hinter dem Flugplatz rechts den Berg hinauf zum Camp Hamrar anzukommen.

Tag 10: Akureyri – Hauptstadt des Nordens

Überblick:

Akureyri liegt malerisch am Ende des ca. 90km langen Fjordes Eyjafjördur und gilt als die heimliche Haupstadt des Nordens. Sehenswert ist der botanische Garten mit nahezu allen einheimischen Pflanzen und über 600 auslänischen Arten. Ich besuche auch die Kirche, die vom Baumeister der berühmten Halgrimskirche in Reykjavik gebaut wurde.
Lohnenswert sind auch das herrlich warme Freibad und die Wanderung auf den Súlur (1.375m) mit 4 – 6 Stunden Gehzeit und einer atemberaubenden Aussicht.

Tourist-Info

…liegt beim Busbahnhof an der Ringstraße 1. Dort gibt es einen Stadtplan, Wanderkarten und weitere Informationen, auch einen kostenlosen Parkplatz für den Besuch der Fußgängerzone.

Fahrradverleih: in der Skipagata 4 oder im Viking Store in der Hafnarstraeti

Akureyri Swimming Pool: 25-Meter-Bahn, 4 Hot Pots, Dampfbad, 2 Rutschen. Beim Stadt-Campingplatz

Stadtbummel: Fußgängerzone Hafnarstraeti Bautinn, Wollgeschäfte, Kaffee und Blaubeerkuchen in „Blaue Kanne“! Hafenviertel Nähe Fußgängerzone, interessante Schiffe, schöner Blick.

Basaltkirche: 1940 erbaut, Kirchenfenster mit Szenen aus der isländischen Geschichte und dem Leben Jesu. Ein Schiffsmodell hängt von der Decke. 3200 Orgelpfeifen, Fenster aus Coventry über dem Altarraum.

Naturhistorisches Museum: Hafnarstraeti 81: Pflanzen, Tiere, Flechten, Pilze, Muscheln

Botanischer Garten: fast alle einheimische und 4000 fremdlänische Arten, nördlichster Botanischer Garten der Welt.
Empfehlenswert ist die Besteigung des Raudholar mit einer Runde durch die Echofelsen. Beschreibung im Rother Wanderführer Island, 5. Auflage, Tour 27.

Weiterfahrt

Zurück auf der Piste F862 fahren ich weiter Richtung Norden zur 85. Auf der 85 nach Westen steigt die Straße stetig an. Rechts liegt nun die Steilküste mit vielen Vogelfelsen.

65km con Ásbyrgi entfernt liegt der Fischerort…

Húsavik

…mit einem sehr schönen Walmuseum. Sehenswert ist auch die kleine Kirche. Hier gibt es die beste Möglichkeit, bei einer Walbeobachtung – Wale zu sehen.

Aktivitäten

Der alte Walfängerort Húsavik lebt heute u.a. vom Whale-Watching. Es gibt hier eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, Wale zu sehen, zumindest die kleineren Minkwale. Die meisten Touren dauern etwa 3 Stunden, es gibt aber viele unterschiedliche Angebote. Man sollte sich bei den Touren warm anziehen, da es auf dem Wasser oft kalt ist!

Abfahrten gibt es etwa stündlich, je nach Saison und erwartetem Gästeaufkommen. Eine normale our kostet so um die 50€ pro Person. Buchungen können im Internet getätigt werden, für Einzelpersonen oder kleine Gruppen aber auch vor Ort.

Northsailing: Tel: +354 464-7272. www.northsailing.is
Gentle Giants: Tel: +354 464-1500, www.gentlegiants.is

Ich habe eine Tour bei Northsailing gebucht.

Whale-Watching

Stadtbummel: Einkaufen, Kaffee trinken, Kirche besichtigen (Schlüssel in der Buchhandlung gegenüber). Seit Juli 1998 gibt es am Hafen ein Walinformationszentrum. Das örtliche Museum ist sehr interessant: Heimatmuseum eines Fischerortes mit vielen alten Fotos und viele ausgestopfte Tiere, Lage: im Ort etwas oberhalb (in der Straße Stórigardur, die geht in Höhe der Kirche von der Hauptstraße ab).

Volkskundemuseum: Bauernwerkzeug, alte Fotos ect… Geöffnet im Sommer von 11 – 17 Uhr.

Reiten bei Horse Rental Kätur bei Kaupangur, 5min südlich von Akureyri.

Flugverkehrsmuseum am Flughafen; bis 31.August Do, Fr, Sa von 14 – 17 Uhr ab 1.September Sa von 14 – 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Spaziergang im Kjarnashogur-Waldgebiet in der Nähe des Campingplatzes Hamrar. (Faltblätter dazu in der Tourist-Info)

Tagesausflug mit der Fähre nach Grimsey (die Insel liegt genau auf dem Polarkreis). Abfahrt 07:30 Uh, Rückfahrt 20:00 Uhr (die Zeiten können sich ändern!) Info und Buchung in der Tourist-Info

Wandern

Akureyris Hausberg Súlur, 1213m (4:30 – 5:30h, +/- 1.000hm): Über Pingvallastrati und Súluvegur nach Südwesten aus der Stadt herausfahren, parallel zum orograpphisch (in Fließrichtung) rechten Ufer der Glerá. Ca. 3km vom Zentrum kurz vor der Mülldeponie rechts, nach 250m der Parkplatz. Vom Parkplatz/Schafgatter aus, ist der Weg überwiegend durch Pflöcke markiert. Aber Achtung: Es geht gleich oberhalb vom Schafgatter Richtung Kamm hoch, nicht mit dem Weg verwechseln, der zum Talschluss führt! Aufstieg zum Gipfel 3:30h, Rückweg 2:00h. Im Frühsommer sind viele Schneefelder. Beschreibung im Rother Wanderfüher Island, 5. Auflage, Tour 35.

1 Übernachtung im Camp Akureyri

 

Tag 11: Akureyri – Stykkisholmur

Überblick:

Heute starten ich in Richtung Srykkisholmur auf die Halbinsel Snaefellsnes. Unterwegs lohnt sich ein Stopp an der historischen Kirche von Vidimyri und am Museum Glaumber.

Fahrt

Akureyri – Stykkisholmur 410km (ohne Abstecher)

Von Akureyri fahren ich auf der Ringstraße 1 Richtung Westen. Nach 92km erreiche ich…

Varmahlid.

In Varmahlíd befindet sich eine Tankstelle mit großem Café und Laden. Nördlich von Varmahlíd (kurzer Abstecher von der Ringstraße auf die Straße 75) liegt…

Glaumber

Glaumber

…(geöffnet von 09:00 – 18:00 Uhr). Dieses Freilichtmuseum ist altes Torfgehöft, in dem man das Leben der alten Isländer nachfühlen kann. Im Gelände gibt es ein sehr schönes Café, in dem man in schönem Ambiente leckeren Kuchen bekommt. Ca. 1 Stunde sollte man für die Besichtigung des Torfgehöftes einplanen. Das Büro zum Lösen der Eintrittskarten ist in einem der Torfhäuser untergebracht, nicht in den neueren Gebäuden am Eingang.

Weiterfahrt

Anschließend zurück auf die Ringstraße 1, dieser nach Westen (Richtung Blönduós, Hvammstangi) folgen.

Westlich von Varmahlíd kommt man an der schönen kleinen Torfkirche von…

Vidimyr

…vorbei, der man einen Besuch abstatten kann (Tel: 453 8855). Einfach hinfahren, der Besitzer sieht das oft schon und kommt in 5 Minuten, er wohnt in der Nähe.

Weiterfahrt nach…

…Hvammstangi.

Der Ort 110km westlich von Varmahlíd, hat ein Schwimmbad, ein Handelsmuseum und man kann sich die Einrichtung eines alten Ladens (Brekkugata 2) ansehen. Im Robbenzentrum (Brekkugata) erfährt man viel über die wirtschaftliche Bedeutung der Robbe und deren Schutz in heutiger Zeit. Hier ist auch im selben Gebäude von 1926 die Tourist-Info untergebracht, die Wandertipps und Karten anbieten kann.

Wandern: Wer aktiv sein möchte kann den Hausberg Karaborg (476 m, etwa 3 – 3,5h für den Auf- und Abstieg) für eine schöne Aussicht erklimmen.

Weiterfahrt…

…von Hvammstangi nach Stykkisholmur (220km): Auf der Ringstraße weiter, bis zwischen Dyrastadir und Bifröst die STraße 60 rechts Richtung Stykkisholmur abbiegt.

33km weiter geht es links auf die 54 und nun 67km am Hvammsjord entlang.Dann nach rechts auf die 58 und noch 10km bis…

Stykkisholmur

 

Tag 12: Snaefellsnes

Überblick:

Die Halbinsel ist bekannt durch Jules Vernes Roman „Reise bis zum Mittelpunkt der Erde“ , denn am gleichnamigen Gletscher Snaefjelljökull hat er den Zugang in die Erde gesehen. Die Halbinsel gilt als Miniatur ganz Islands und ist dementsprechend ein beliebtes Ausflugsziel der Isländer. An der Küste gibt es herrliche Spaziergänge.

Strand Spaziergang

Für viele Islandkenner ist die Halbinsel Snaefellsnes einer der schönsten Landstriche der Insel, denn hier bekommt man das ganze Repertoire der Vulkaninsel im Nordatlantik geboten: schroffe Steilküsten mit heruasragender Vogelvielfalt, einzigartige Wasserfälle, Lavalandschaften und Strandwelten. Alles überragend thront der sagenumwobene, vergletscherte Vulkan Snaefjelljökull am westlichen Ende der Halbinsel. Man nimmt sich am besten einen ganzen Tag Zeit, um Snaefellsnes zu umrunden und unternehmen verschiedene abwechslungsreiche Wanderungen.

Helgafell

Der Helgafell ist ein Hügel von 73 m Höhe und liegt im Westen Islands auf der Halbinsel Snæfellsnes. Er befindet sich knapp vier Kilometer südlich der Stadt Stykkishólmur auf dem Gemeindegebiet von Helgafellssveit.

Am Ortseingang befindet sich der Campingplatz mit Tourist-Info, das Schwimmbad, der Golfplatz.

In der Tourist-Info kann man sich mit kostenlosen Karten und Informationsmaterial zu Snafellsnes und der weiteren Umgebung versorgen.

Am Nachmittag kann man den malerischen gelegenen Hafenort erkunden und eine leichte Wanderung am magischen Helgafell unternehmen:

Wanderung Helgafell (10 – 15 min Aufstieg): Kleiner Abend- oder Nachmittagspaziergang. Etwa nach der Hälfte der Strecke zwischen Stykkisholmur und der Straße 57 zweigt eine Zufahrt nach Osten zum Helgafell ab, einme 73m hohen Basalthügel. Der Wunschberg Islands. Wer zum ersten Mal den Berg, besteigt hat laut Volksglauben drei Wünsche frei. Man darf beim Aufstieg allerdings kein Wort verlieren und muss seine Wünsche gen Osten äußern. Schöne Aussicht von oben. Von hier aus kann man wunderbar den Breidafjord mit seinen vielen kleinen Inseln überblicken.

Stykkisholmur Leuchtturm

Nach dem Abendessen lockt dann vielleicht noch ein Spaziergang zum Sonnenuntergang auf den Felsenberg mit Leuchtturm hinter dem Hafen.

Weitere Aktivitäten Stykkisholmur

Kajakverleih: Kajagleigan Sagan, Skólastigur 28, Tel. 85555018/6902877, für 2 – 3 Stunden ca. ISK 3.500, außerdem kurze oder lange geführte Touren.

Inseltour im Breidafjördur: Veranstalter Saededir, Smídjstígur 3, Tel. 438-1450, täglich ab 11:00 Uhr Bootsausflüge in die Inselwelt, 2h 15min, ca. ISK 3.700

Insel Flatey (sehr empfehlenswert!): mit der Fähre Baldur in 1:40h, Abfahrt täglich 9 und 16 Uhr, zurück ab Flatey tgl. 13:40 und 20:40 Uhr, ISK 2.750. Aktuelle Infos und Tickets am Hafen. Auf Flatey brütet die größete Kormorankolonie Islands. Es beieindrucken historische, bunt gestrichene Holzhäuser und eine Kirche mit einzigartiger Innenbemalung, schöne Einkehrmöglichkeiten, eine reiche Vogelwelt im Osten u.v.m…Der Spaziergang und die Insel dauert ca. 2 Stunden.

Schwimmbad: Das Schwimmbad ist besonders zu empfehlen – es ist groß, recht neu, mit Rutsche und wird aus einer Quelle mit geothermaler Sole gespeist. Werktags 7:00 – 22:00 Uhr, am Wochenende von 09:00 – 19:00 Uhr.

1 Übernachtung im Camp Stykkisholmur.

Rundfahrt:

Man sollte den Vulkan am besten gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Dazu geht es zuerst 10km zurück zur Straße 54, dann nach rechts (Westen) und über Grundarfjördur nach Ólafsvik. Hier auf der 574 an der Küste bleiben und nach…

Rif und Hellisandur

Bei Rif im Nordwesten beginnen die Vogelfelsen (hier ist die größte Küstenseeschwalbenkolonie Islands), die sich bei Hellisandur erstrecken. Eine Wanderung ist überall zwischen beiden Orten möglich. Beispiel: kurz vor Hellisandur rechts auf den Parkplatz. Zu Fuß entlang einer Fahrspur zur Felskante und wieder zurück (0:30 – 0:45h). Keine Angst vor angreifenden Seeschwalben…aber eine Kopfbedeckung (gegen Schnabelhiebe) finden einige nützlich…In die Felsen schauen! Dort brüten viele Arten von Seevögeln. Mann kann gut an der Oberkante der Felsküste entlang über Wiesen Spaziergänge machen und kehrt einfach um, wenn man genug hat.

Weiterfahrt

…auf der Straße 574. Im Südwesten des Snaefjelljökull beginnt eine Zone mit vielen schönen Wanderungen (siehe Karte).

Wanderungen im Nationalpark:

Im Westen und Süden des Snaefjelljökull gibt es massenhaft Wege, die man sich je nach Gusto zu größeren Touren zusammensetzen kann. In den Tourist Infos gibt es kostenlos eine Wanderkarte mit kurzen Beschreibungen (siehe Karte in der Anlage).

Tipp 1: Alter Weg die Küste entlang von Hólahólar (oder Sandhólar) über Dritvík nach Djúpalónssandur, 2:00 – 3:00h. Gute Schuhe und Trittsicherheit erforderlich (Lavafeld). Ein toller Fußweg durch Lava und entlang der Küste. Die kleinen und schmalen Buchten entlang dieser attraktiven Strecke werden von Klippen umsäumt. Der Weg durch die Lava ist im Allgemeinen gut erkennbar – es ist eine alte Strecke, die nun mit Pfosten gekennzeichnet wurde.

Tipp 2: Arnarstapi – Hellnar – Bardarlaug – Arnarstapi, 2:00h schnell oder 3:00h gemütlich. Immer an der Küste lang, nicht zu verfehlen. Das Gebiet zwischen Arnarstapi und Hellnar, vom Meer bis hinauf zum Gletscher, ist ein großes Lavafeld namens Hellnahraun. Der Weg Neostagata führt der Küste folgend durch die Lava. Die mächtigen Naturgwalten sind eindeutig in der Landschatfsform zu erkennen – unterspülte Felswände und Schluchten. Deizehenmöwen sitzen auf Nestern in den Felswänden um Arnarstapi. Die Küste ist ein Naturschutzgebiet mit einzigartigen Klippenformationen. In Hellnar gibt es ein nettes Café: Fjöruhúsid, 11:00 – 22:00 Uhr. Direkt beim Café endet der markierte Pfad. Tour 48 im Rother Wanderführer (5.Auflage).

Tipp 3: Búdir – Búdaklettur – Búdir 3:00h. Die Strecke nach Búdaklettur und Búdahellir folgt dem Klettsgata-Weg. Der Weg um Búdaklettur und weiter auf den Krater ist mit Pfosten gekennzeichnet. Dies ist ein sehr sensibles Gebiet – verlasst bitte nicht den Weg.
Für keine dieser Wanderungen ist eine Beschreibung von Nöten, wenn man sich an der Karte orientiert. Die Wege sind gut zu erkennen und markiert.

Für eine Besteigung des Snaefjelljökull benötigt man ungefähr 5 Stunden. Diese alpine Gletschertour sollte man nur mit Führer angehen.

Auch mit dem Motorschlitten kann man auf dem Berg Touren unternehmen. Bei der Organisation und Buchung hilft die Camping- oder Hotelrezeption.

Weiterfahrt ab Budir

…über die Straße 54 bis Vegamót, dann über die 56 und 58 zurück nach Stykkisholmur (75km ab Budir)

1 Übernachtung im Camp Stykkisholmur.

Tag 13: Entlang der Westküste nach Reykjavik

Überblick:

Die Fahrt Richtung Hauptstadt bietet attraktive Sehenswürdigkeiten für die, die noch etwas von der unbändigen Natur des Landes genießen wollen. Der idealtypische Schlackekegel der Eldborg und der höchste Wasserfall Islands liegen am Westrand. Liebhaber von Kunst, Kultur und Stadtleben fahren die 3 Stunden nach Reykjavik aber vielleicht durch…?!

Fahrt

Stykkisholmur – Reykjavík 175km (ohne Abstecher). Über die Straße 58 (10km), 54 (7km) und 56 (17km) geht es nach Vegamót an der Südküste von Snaefellsnes. Hier nach links auf die Straße 54.

Wenn ich der 54 für 36km folge, siehe ich rechts die Feuerburg…

Eldborg.

Der Krater Eldborg í Hnappadal (auch: Eldborg á Mýrum ) ist ein Schweißschlackenkegel (oder Lavaring) und gilt als einer der formschönsten in Island. Er liegt westlich der Straße Nr.54. Der Hauptkrater misst ca. 200m im Durchmesser, ist 50m tief und hat innen wie außen sehr steile Wände. Der letzte Ausbruch fand vor ca. 5000 Jahren statt und schuf das Lavafeld Eldborgarhraun. Drei kleinere Krater leigen in der Nachbarschaft.

Eldborg ist in Island eine einheimische Bezeichnung für die Schweißschlackkegel generell und heißt wörtlich übersetzt Feuerburg.

Eldborg wird auch im Landnámabók erwähnt. Man glaubte im Mittelalter, dass er zur Landnahmezeit, vor ca. 1.000 Jahren ausgebrochen wäre. Dies hat sich aber als unrichtig erwiesen. Der letzte Ausbruch des Eldborg ereignete sich vor etwa 5.000 – 9.000 Jahren, wie man bei geologischen Untersuchungen feststellen konnte. Heute nimmt man an, das die Lavafelder aus der Landnahmezeit von einem anderen Krater im Hnappadalur stammen, vermutlich vom Raudakúla.

Die kurze Wanderung auf den Eldborg ist eine der beliebtesten in Island (ca. 1:00 Std. ab dem Bauernhof Snorrastadir). Beschreibung – die man aber kaum braucht – im Rother Wanderfüher Island, 5.Auflage, Tour 49.

Weiterfahrt

…auf der 54 nach Borgarnes. Dort auf die 1 Richtung Reykjavik, das noch 75km entfernt ist.

Abstecher: Wanderung Glymur

Wanderfreudige können unterwegs (auf etwa halber Strecke zwischen Borgarnes und Reykjavik) einen Abstecher zum höchsten Wasserfall Islands machen. Am Ostende des Hvalfjords (nicht den Tunnel unter dem Hvalfjord durch, sondern vorher von der 1 auf die 47 nach links abbiegen) verlässt man die Hauptstraße an einer alten Tankstelle und kommt über eine 2km lange Piste auf einen Parkplatz. Hier beginnt die ca. 3-stündige Wanderung zum mit 200m Fallhöhe höchsten Islands: dem Glymur. Vom Parkplatz geht man durch das Tor und den breiten Weg entlang. Der Weg ist gelb markiert (an Steine) und steigt allmählich an.

Wenn man an den Canyon kommt, gehen nur die Trittsicheren nach rechts, wo dannn der Weg über den Fluss führt. Der Weg auf der südöstlichen Seite, führt wie der Hauptweg, parallel zum Fluss. Er hat einige Felspassagen (leichte Kletterei) und es geht an einigen Stellen steil runter! Es gibt hier sehr schöne Aussichtspunkte. Wer nicht trittsicher und schwindelfrei ist, geht links vom FLuss geradeaus weiter bergauf, der Weg ist gut zu erkennen. Man kommt dann auf eine große Wiese, von der ein Pfad durch Felsspaltten/Geröll hinauf auf eine weite Fläche führt. Man folgt dem gut sichtbaren Weg über diese Fläche, dann noch mal ein Stück über Felsspalten/Geröll hinauf zur Steinpyramide, dem Ziel. Zurück auf dem Hauptweg nordwestlich der Schlucht. Bei Regen kann es matschig und rutschig werden. GZ 3:00h. Beschreibung im Rother Wanderführer Island, 5.Auflage, Tour 51

Weiterfahrt…für die Glymur-Wanderer über die 47 um den Hvalfjord herum zur 1.

Auf der Straße 1 immer geradeaus nach Reykjavik hinein. Der Campingplatz ist dann nach rechts ausgeschildert.

1 Übernachtung im Camp Reykjavik.

 

Tag 14: Reykjavík

Überblick:

Genießt diesen Tag in der pulsierenden Metropole! Heute habe ich ausreichend freie Zeit für einige Erkundungen in der vielseitigen Hauptstadt.

120.000 (2009) Einwohner leben innerhalb der Stadtgrenzen und 80.000 Einwohnern in den umliegenden Gemeinden. Insgesamt leben in einem Radius von 20km rund 2/3 aller Einwohner Islands.

Man kann vom Camp in gut einer dreiviertel Stunde zu Fuß am Meer vorbei in die Stadt laufen. Dazu geht man den Sundlaugarvegur zurück Richtung Innenstadt (am Schwimmbad vorbei). Biegt an dessen Ende rechts ab, in die Kringlumýrarbraut und fast sofort wieder links ab in die Seabraut. Diese führt nun immer am Meer vorbei bis in die Innenstadt.

Stichworte zu Aktivitäten:

Die Rezeption am Campingplatz informiert und hilft gern, ebenso die Tourist-Info in der Stadt.

Perlan (Perle) (ab 10:00Uhr geöffnet), moderner Restaurantkomplex und die Heißwasserbehälter auf dem Öskjuhlith. Von hier tolle Ausblicke auf die Stadt und die umliegende Landschaft bis zum Snaefellsjökull, dem Vulkan, den Jules Verne als Einstieg zum „Mittelpunkt der Erde“ ansah (Luftlinie über 100km entfernt). Auf der Dachterrasse finden sich auch Fernrohre und Ansagen über das Panorama in Deutsch.

In der Perlan: Saga Museum Führung in Deutsch, Einführung in die Saga- und Wikinger-Geschichte: 10:00 – 18:00 Uhr Tel: 511 1517, Dauer ca. 0,45 – 1 Stunde.

Innenstadt-Rundgang: Laugarvegur – Bankastraeti – Ingolfur – Anarson-Denkmal – Präsidentensitz – Austerstraeti – Adalstraeti – Althing – Rathaus (Relief Islands im Souterrain); insgesamt 1h Rundgang.

Sólfar

Sonnenfahrt (isl. Sólfar, engl. The Sun Voyager ) ist eine Skulptur in Reykjavík, Island, die vom Künstler Jón Gunnar Árnason (1931–1989) im Jahre 1986 geschaffen wurde.

Die Skulptur befindet sich an der nördlichen Küstenstraße Sæbraut. Sie zeigt zum Sonnenuntergang im Norden, wodurch sich der Name erklärt. Aus Edelstahl bestehend, stellt sie ein Wikingerschiff dar und gehört zu den meist fotografierten Kunstwerken in Reykjavík.

Hallgrímskirkja

Die Hallgrímskirkja (isl. Kirche Hallgrímurs) ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche der Isländischen Staatskirche in der Hauptstadt Reykjavík, das größte Kirchengebäude Islands und das zweithöchste Gebäude des Landes nach dem Smáratorg-Turm. Die Kirche ist das sechstgrößte Bauwerk des Landes.

Hallgrimmskirche mit Turmbesteigung (es fährt ein Aufzug rauf) – Ausblick noch schöner, als von er Perlan! Ev. Gottesdienst So. 11:00Uhr Orgelkonzert Sa. 12:00Uhr (Orgel aus Bonn). Donnerstag 12:00Uhr Konzert.

Walbeobachtung: ab Reykjavik Hafen (z.B. bei Seatours) möglich, am besten an der Rezeption oder der Tourist-Info nachfragen.

Kleines Kap Laugarnes , 15 Minuten Gehzeit vom Zeltplatz entfernt, mit Skulturenmuseum (Listasafn), daneben ein lustiges Künstlerhaus, eine kleine Bucht, viel Vögel.

Volcano Show: Filmaufnahmen von Vulkanausbrüchen auf Island, sehr interessant!

Isländisches Nationalmuseum: 11:00 – 17:00Uhr; außer Montag. Geschichte Islands und Sonderausstellungen. Sudurgata 41; Tel: 530-2200

Árbaer-Freilichtmuseum mit folkloristischen Darbietungen. 10:00 – 18:00Uhr; außer Montag, Tel: 577 1111

Einar Jónsson-Museum Skulpturen. 14:00 – 17:00Uhr. Njardargata (neben Hallgrimskirja).

Kjarvalsstadir (mit Cafeteria). Moderne bildene Kunst. 10:00 – 17:00Uhr. Miklatun, Flókagata 105 (Park), Tel: 552 6131

Naturhistorisches Museum So, Di, Do, Sa: 13:30 – 16:00Uhr. Hlemmur 5, Eintritt frei! Tel: 590 05000

Kringlan , modernes Einkaufszentrum, 10:00 – 18:30Uhr; Samstag 10:00 – 16:00Uhr – mit Hard-Rock-Café

Freischwimmbad: Islands größtes Schwimmbad neben dem Campingplatz. Dampfbad, Hotpots (38,40,42,44 Grad), 50m Becken.

1 Übernachtung im Camp Reykjavik.

 

Tag 15: Heimreise

Überblick:

Fahrt zum Flughafen, Rückgabe des Mietwagens und Rückflug.

Falls die Zeitplanung es erlaubt, kann auf dem Weg zum Flughafen noch ein Abstecher in der Blauen Lagune eingelegt werden.

Ausrüstungsliste für Island:

Ich fahre im Sommermonat August nach Island, trotzdem wird es hier auch in der Nacht sehr kalt!

– Personalausweis oder Reisepass, Flugticket bzw. Flugplan,

Reisegutschein/Voucher, Zahlungsmittel, evtl. Bahnticket

– Tagesrucksack, Tourenrucksack (deuter)- ggf. Isolier- Sitzkissen,

Schutzsäcke oder stabile Beutel, um das Gepäck

wasser- und staubdicht zu verpacken

– knöchelhohe Berg- und Wanderschuhe (gut eingelaufen, wasserfest und mit guter Profilsohle)

– Anorak mit Kapuze/warme Jacke und Pullover

– lange und kurze Hose

– gute Regenkleidung / Regenjacke und Regenhose

– zusätzliche Sport-/Trekkingsandalen

– Mütze und Handschuhe

– Badesachen, Badehandtuch, evtl. Badeschlappen

– Handtücher, Waschzeug

– Sonnenschutz, Sonnenbrille, Kopfbedeckung gegen die Sonne

– Halstuch, Unterwäsche, Socken, T-Shirt, Langarmshirt

– Trinkflasche (mind. 1,5 Liter Fassungsvermögen)

– ggf. Wäscheleine, Wäscheklammern

– Reiseapotheke, persönliche Medikamente und Vitamin-/Mineraltabletten

– Toilettenpapier, Taschentücher

– Taschenmesser

– Fotoausrüstung!

– evtl. Moskitonetz für das Gesicht, Ohrenstöpsel, Schlafmaske

– ggf. Wärmflasche

– Schlafsack (Schlafkomfort bis mindestens -5 Grad), evtl. zusätzliches Fleece-Innenschlafsack

– Isoliermatte oder Therm-a-Rest-Matte

– Zelt

– 2 Teleskop-Wanderstöcke

Für die Outdoor-Küche: Geschirr (Teller, Schüssel, Besteck, Becher), Gaskocher, Brennstoffe, Geschirrtuch, Thermoskanne, Riegel-Powerbar & Kekse, evtl. Gefriergetrocknete Lebensmittel

Island die schönsten Küsten- und Bergwanderungen von Rother Wanderführer

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