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Die ultimative Alm-Knigge

Almleben genießen und erhalten

Steile Hänge, liebliche Wiesen, entspanntes Kuhglockenläuten und mittendrin teils uralte und traditionelle Almhütten – in kaum einer Region gibt es soviel pures Almleben zu entdecken und zu genießen, wie bei uns.

Doch wer so viele Naturschönheiten und außergewöhnliche Kulturlandschaften hat, hat natürlich auch die Verantwortung, diese zu schützen und zu bewahren. So ist zum Beispiel gerade das Gebiet rund um die Rotwand, den höchsten Gipfel unserer Region, ein ganz besonderer Natur-, Kultur- und Lebensraum, in welchem ein besonders rücksichtsvolles Miteinander unerlässlich ist. Schließlich treffen hier unterschiedlichste Interessensgruppen aufeinander: diejenigen, die die Almen bewirtschaften und so dafür sorgen, dass dieser Natur- und Kulturraum erhalten bleibt, Wanderer und andere Naturnutzer und natürlich die, die auf der Alm ihr Sommerdomizil beziehen: die Tiere.

Daher haben wir die sechs ultimativen Almregeln entwickelt, mit denen der Wandertag im Almgebiet ganz sicher ein unvergessliches und schönes Erlebnis für alle wird!

Bleib auf den beschilderten Wegen!

Die Wanderwege im Rotwandgebiet sind einheitlich und hervorragend beschildert: darum vermeide Abkürzer oder unbeschilderte Wege. Denn sie zerstören die Natur, führen zu starker Erosion und sind häufig schlecht begehbar! Außerdem werden wertvolle Lebensräume von Tieren und Pflanzen gestört!

Für Radlfahrer gilt: Beachte, dass im Landschaftsschutzgebiet Rotwand das Mountainbiken abseits der Forststraßen auf Wandersteigen verboten ist!

Wer arbeitet, hat Vorrang

Ohne die Bewirtschaftung der Almen, der Pflege des Waldes oder der Jagd würden die Almflächen zuwachsen, die Almen wären geschlossen, der Wald würde nicht mehr vor Hochwasser oder Lawinen schützen.

Und es ist notwendig, dass die Personen, die hier arbeiten, mit Autos und Traktoren auf den Forstwegen unterwegs sind. Drum achte zu jeder Zeit mit Gegenverkehr und fahre auf Sicht um unübersichtliche Kurven.

Nimm Deinen Müll wieder mit ins Tal!

Müll hat auf den Bergen nichts verloren – weder Taschentücher noch Klopapier, Feuchttücher, Dosen, Bananenschalen oder Apfelbutzen.

Denn auch für organische Abfälle gilt: Die Kompostierzeiten sind in großen Höhen länger und Citrusfrüchte mit ihren harten Schalen verrotten sehr langsam. Außerdem können die Tiere auf der Alm den Müll fressen, was zu schweren Krankheiten führen kann.

Die Alm ist kein Spielplatz und kein Streichelzoo!

Kühe sind zu starke Annäherung durch Streicheln, Füttern, Selfie-Machen oder Drohnen nicht gewöhnt – darum halte Abstand und verhalte Dich ruhig. Denn wenn sie sich unnötig erschrecken, bist Du in Gefahr.

Schließe außerdem die Gatter hinter Dir, weil entlaufene Kühe sich schwer verletzen oder sogar abstürzen können.

Der Tag gehört Dir, die Nacht den Tieren!

Die Tiere brauchen ihre Ruhe – genau wie Du müssen auch sie regelmäßig schlafen!

Außerdem brauchen die Tiere die Dämmerung zur Nahrungsaufnahme und sollten dabei durch die Anwesenheit von Menschen nicht gestört werden. Darum meide bei Deinen Aktivitäten die Nacht- und Dämmerungszeiten.

Leine Deinen Hund an und lass ihn nur in Notsituationen frei laufen!

Führe Deinen Hund an der Leine, damit er nicht Wild aufschreckt, Schafe jagd oder Kühe erschreckt. Leine ihn nur ab, wenn eine Kuh aggressiv reagiert und Gefahr droht: Denn eine Kuh, die in vollem Lauf Herrchen und Hund überrennt, kann zu schweren Verletzungen führen. Wenn der Hund allerdings bei einem drohenden Angriff frei gelassen wird, ist dieser viel schneller und kann der Kuh davonlaufen.

Und: von Kühen aufgenommener Hundekot führt zu schweren Koliken und Missbildungen bei den Kälbern. Darum die Hundehaufen in Hundetüten verpacken und wieder mit ins Tal nehmen.

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Viel Spaß in den Bergen!

wanderlust xoxo

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